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Chronik der Faschingszüge in Moorenweis

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Die lange Tradition der Moorenweiser Faschingszüge ist eng mit dem Namen Peter Vogt verbunden. Vom 1. Faschingszug im Jahr 1960 bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1998 hat Peter Vogt alle Faschingszüge in Moorenweis organisiert. Bereits das ganze Jahr über hat er Aufzeichnungen über mögliche Faschingszugthemen geführt, so dass es nie zu der Verlegenheit kam, dass über mögliche Themen und Nummern nachgedacht werden musste.

 

1959

Das Moorenweiser Faschingsleben begann so richtig im Jahr 1959. Am Hang bei Eismerszell wurde am Faschingsdienstag ein Gaudi-Skispringen veranstaltet. Es kamen Bürger aus Eismerszell und Moorenweis, besonders aus dem Ortsteil Pfalz.

1960

Der 1. Faschingszug in Moorenweis fand bei herrlichem Wetter am Faschingssonntag des Jahres 1960 statt. Von den 30 Gruppen kamen 6 aus der Nachbargemeinde Eismerszell und 15 aus dem Ortsteil Pfalz. Hauptattraktion war der „Ochs“. Abends erfolgte mit dem „Ochsen“ ein Auftritt beim Faschingsball im Gasthof Schamberger.

1961

Angestachelt vom großen Erfolg des 1. Zuges wurde ein Jahr später, am 5.2.1961 bereits der nächste Faschingszug abgehalten. Es nahmen 32 Gruppen teil. Bei herrlichem Winterwetter waren die Kongoneger die beste Nummer.

Auf Einladung aus Fürstenfeldbruck schlängelte sich am Faschingssonntag, den 12.2.1961 der Moorenweiser Faschingszug durch die Straßen der Stadt. Die Aufstellung erfolgte in der Heimstättenstraße. Mit Ochsen und Pferden zogen 28 Gruppen durch Fürstenfeldbruck. Die Brucker Bürger dankten den Moorenweiser Faschingszugteilnehmern für ihr Kommen bei kaltem, windigen aber sonnigem Wetter mit reger Anteilnahme. Die Stadt Fürstenfeldbruck stiftete einen Geldbetrag für den Moorenweiser Turnhallenbau.

1965 bis 1969

Im 4-Jahresrytmus fanden am 28.2.1965 und 16.2.1969 die nächsten Züge statt. Jedes Mal waren über 40 Gruppen dabei. Bei jeweils schönem Wetter kamen im Jahr 1965 über 2.000 Zuschauer, die tolle welt- und gemeindepolitische Themen zu sehen bekamen. Mit Martha Schuller und Werner Graf regierte im Jahr 1969 in Moorenweis erstmals ein Prinzenpaar.

1970

Da im Jahr 1970 der veranstaltende TSV Moorenweis sein 50-jähriges Gründungsjubiläum feierte, wurde am 8.2.1970 unter dem Motto 50 Jahre TSV ein Jubiläumsfaschingszug veranstaltet. Trotz Regen und Schnee bei minus 1° C kamen viele Zuschauer um die 24 Wägen und zahlreichen Fußgruppen zu bestaunen. Politische Themen und Gruppensex waren die am meisten vertretenen Nummern.

1972

Ca. 4.000 Zuschauer verfolgten bei schönem, aber kaltem Wetter am 13.2.1972 den nächsten Faschingszug. Die Zahl der aktiven Teilnehmer war mit der beim Zug im Jahr 1970 nahezu identisch. Das Prinzenpaar bildeten Gabi Bader und Helmut Klotz.

Die Organisatoren erinnerten sich gerne an das Jahr 1961 zurück, als der Moorenweiser Faschingszug in Fürstenfeldbruck gezeigt wurde. So folgte man am 15.2.1972 gerne der Brucker Einladung. Mit über 40 Gruppen, die nach der Aufstellung in der Fürstenfelder Straße am Krankenhaus vorbei durch die Stadt zogen, war Moorenweis sehr stark vertreten. Bei den „Bruckern“ kam der Faschingszug sehr gut an, denn es herrschte viel Gaudi und eine sehr angenehm ausgelassene Stimmung unter den Zuschauern.

1976

Bei schönem, warmen Wetter sahen am 19.2.1976 ca. 5.000 Besucher die wieder über 40 Nummern beim 7. Moorenweiser Faschingszug. Die Männergymnastik-gruppe unter Leitung von Zugorganisator Peter Vogt glänzte als Polizisten und Verbrecher. Eine der 3 Musikkapellen, die „Moorenweiser Holzwurm-Kapelle“ wurde von einem Gabelstaplerfahrzeug transportiert.

1980

Unter Einhaltung des 4-Jahresrythmus fand der nächste Zug am 17.2.1980 statt. Als Motto diente das 60jährige Jubiläum des TSV Moorenweis. Das Herrichten war geprägt durch schlechtes Wetter. An 2 Samstagen konnte so gut wie überhaupt nicht gearbeitet werden. Auch am Veranstaltungstag regnete es bis Mittag. Pünktlich zum Zugbeginn um 13:00 Uhr hörte der Regen auf und der Zug konnte mit etwa 47 Gruppen starten. Das Prinzenpaar bildeten in diesem Jahr Uli Laib und Gertraud Wörle. Im Vorfeld gab es einige Probleme. Wegen der Nummer „Hochzeit ohne Braut“ wurden anonyme Drohungen gegen die Darsteller ausgesprochen. Aber letztendlich verlief alles ruhig.

1984

Am 4.3.1984 wurde einer der größten und schönsten Züge in der Geschichte der Moorenweiser Faschingszüge veranstaltet. Von allen umliegenden Ortschaften Steinbach, Eismerszell, Dünzelbach usw. kamen Faschingsnarren mit eigenen Nummern. Das Wetter war schön, aber doch ziemlich kalt. Landrat Gottfried Grimm überzeugte sich persönlich vom Faschingsgeschehen in Moorenweis. Er fuhr zusammen mit dem Bürgermeister und den Ehrenmitgliedern auf dem Komiteewagen mit. Zum Ausklang wurde erstmals nicht im Gasthof Schamberger sondern in der TSV-Halle gefeiert.

1988

Schönes, aber kaltes Winterwetter mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt erwartete die 3.500 bis 4.000 Zuschauer beim 10. Faschingszug am 15.2.1988. Es nahmen etwa 58 Nummern teil. Von diesen 58 Nummern waren 30 Wägen. Als Prinzenpaar winkten Anton Braun und Birgit Otter in die begeisterte Zuschauermenge. Immer wieder warfen sie den Kindern, die mit großen Augen am Straßenrand standen, Bonbons zu.

1990

70 Jahre TSV Moorenweis war bei den Faschingsbegeisterten um Cheforganisator Peter Vogt Anlass genug um im Jahr 1990 vom 4-Jahresrythmus abzuweichen und am 25.2.1990 einen Faschingszug zu veranstalten. Ein wunderschöner Morgen, fast wie im Sommer kündigte einen strahlenden Sonnentag an. Erstmals wurde bei der Zuschauerzahl die 5.000er-Marke überschritten. Diese sahen dann wieder über 50 Nummern, von denen vor allem die Fußgruppen zu gefallen wussten.

1995

600 aktive Teilnehmer, verteilt auf 35 Wägen und 25 Fußgruppen bildeten den Faschingszug am 26.2.1995. Das Wetter war eher durchwachsen. Trotzdem fanden am Faschingssonntag 4.500 bis 5.000 Zuschauer den Weg nach Moorenweis.

Der Faschingszug im Jahr 1995 war der letzte Zug, der unter der Leitung von Cheforganisator und Vater des Moorenweiser Faschingszugs Peter Vogt statt fand. Am 3.1.1998 verstarb das Ehrenmitglied des TSV Moorenweis. Peter Vogt hat vor allem mit seinen nie ausgehenden Ideen und seinem überwältigenden Organisationstalent über nahezu 40 Jahre das Geschehen um den Faschingszug in Moorenweis geprägt. Unter seiner Leitung wurden in den Jahren 1960 bis 1995 12 Faschingszüge in Moorenweis sowie 2 Besuche in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck veranstaltet. Er hinterließ eine große Lücke im Moorenweiser Faschingszug-geschehen.

2000

Mit etwas flauem Gefühl im Bauch wurde nach dem Tod von Peter Vogt die Organisation des Faschingszugs im Jahr 2000 angegangen. Der Wechsel vom 20. ins 21. Jahrhundert sowie das 80jährige Bestehen des TSV Moorenweis war der Anlass. Es wurde ein Faschingszugausschuss gebildet. Ulrich und Peter Vogt führten das Werk ihres Vaters fort und stellten die Werkstatt sowie ihre Erfahrungen beim Aufbau des Faschingszugs zur Verfügung. So entstand wieder ein großer Zug mit 29 Wägen und 20 Fußgruppen. 592 Personen nahmen aktiv am Zug teil. Am Freitag vor dem Veranstaltungstag ging viel Regen in Moorenweis nieder. Bei kaltem Winterwetter und teilweise Schneefall wurde am Samstag noch letzte Hand angelegt. Der Faschingssonntag wehte dann zwar ein ziemlich kalter Ostwind, es blieb jedoch während der ganzen Veranstaltung trocken, so dass die nahezu 5.000 Zuschauer den Zug richtig genießen konnten.

2003

Am Faschingssonntag, den 2.3.2003 fand dann bereits der 14. Faschingszug in Moorenweis statt. Da die Gemeinde in diesem Jahr ihr 1.250jähriges Gründungsjubiläum feiert, stellte der veranstaltende TSV Moorenweis den Zug unter das Motto „1.250 Jahre Gemeinde Moorenweis“. Die Frühlingssonne entsandte ihre wärmenden Strahlen, als sich die ca. 600 Teilnehmer, die sich auf 30 aufwändig gestalteten Wägen, 20 Fußgruppen und mehrere Einzelnummern verteilten, auf den Weg machten. Neben Themen aus der Bundes- und Landespolitik startete auch der Transrapid seine Jungfernfahrt in Moorenweis. Ferner gaben sich Franz und Sissi im Prunkwagen sowie Moorhexen, Gallier und Vampire die Ehre. Angeführt wurde der Umzug vom 1. Vorstand des TSV Moorenweis, der als Engel Aloisius von einer Wolke herab die etwa 3.500 Zuschauer begrüßte.

2006

„Teilnehmer überbieten sich gegenseitig mit attraktiven Themen“. So lautete die Überschrift des Mitteilungsblatts der Gemeinde Moorenweis nach dem Faschingszug im Jahr 2006. Am Faschingssonntag, den 26. Februar 2006 herrschte in der Gemeinde Moorenweis wieder der närrische Ausnahmezustand.

Der unter Leitung des 1. Vorsitzenden des TSV Moorenweis, Richard Klopfer ins Leben gerufene Faschingszugausschuss mit den Mitgliedern, Josef Schäffler, Hans Sigl, Ulrich und Peter Vogt, Helmuth Milisterfer, Christian Böck, Wolfgang Süßmeier, Richard Heinzinger und Franz Seiler hatte in unzähligen Treffen die Weichen für eine erfolgreiche Veranstaltung gestellt.

Insgesamt nahmen am Faschingszug 44 Nummern teil, die sich auf 27 Wägen, 10 Fußgruppen und 7 Einzelnummern verteilten. Bei den Themen war eine bunte Palette vertreten. Diese reichte von Politik über Sport und Gesundheit bis hin zur Kultur und einigen Gemeindeinternas. Durch Mitteilen des vorgesehenen Themas an den Faschingszugausschuss konnte vermieden werden, dass bestimmte Themen wie zum Beispiel die Vogelgrippe oder die Fußball-WM doppelt und dreifach vorhanden waren.

Die allseits bestehende Hoffnung auf sonniges Wetter wurde leider nicht erfüllt.

Am Veranstaltungstag herrschte gelinde gesagt ein sehr durchwachsenes Wetter. Immer wieder schneite es und es wehte ein verdammt kalter Ostwind. Angesichts der chaotischen Schneeverhältnisse, die eine Woche später herrschten, wollte sich der TSV Moorenweis aber im Nachhinein nicht beklagen.

Erstmals wurde heuer die Zugaufstellung in der Römer- und Erlenstrasse nach vorheriger Nummernvergabe praktiziert. Dies hat sich sehr gut bewährt. Das Chaos bei der Einreihung der Wägen ist damit weggefallen. Da mancher Zugteilnehmer ziemlich weit hinten eingereiht wurde, kam auch gelegentlich Unmut auf.

Bereits vor Zugbeginn startete an den Ständen das Rahmenprogramm. Die Fun-Girls, die Hip-Hop- und Jazzgruppe „Sweatoase“ von Ramona Ertl, die Bauchtanzgruppe Moorenweis sowie die Blaskapellen aus Türkenfeld und Moorenweis sorgten schon im Vorfeld für eine tolle Stimmung unter den Zuschauern.

Der Zug startete unter Führung des Zugsprechers, dem 2. Bürgermeister der Gemeinde Moorenweis Hubert Leib, bei der Einmündung der Pfalzstrasse in die Römerstrasse. Bereits beim Gasthof Schamberger standen unzählige begeisterte Zuschauer. Das gleiche Bild bot sich den Teilnehmern bei der Allianz, beim Schmankerl/Schindlmayr sowie beim Kriegerdenkmal und beim ehemaligen Gasthof Braun. Der jedes mal etwas heikle Gegenzug verlief auch Dank der tatkräftigen Mithilfe der Feuerwehr Moorenweis ohne Probleme. Der Sanitätsdienst des Roten Kreuzes aus Althegnenberg wurde erfreulicherweise zu keinem einzigen Einsatz gerufen.

Die Versorgung der etwas über 3.000 Zuschauer mit Wiener und Krapfen sowie vor allem Glühwein, Kaffee und diversen Spirituosen (Bier war eher nur etwas für die ganz Hartgesottenen) erfolgte an den 6 Verkaufsständen. Diese wurden vom Team um Christian Böck mit unermüdlichem Einsatz bedient.

Für die Entsorgung der genossenen Getränke waren heuer erstmals 3 Klowägen aufgestellt, die von den Zuschauern auch recht gut angenommen wurden.

Der Zug endete an der TSV-Halle. Um die chaotischen Zustände in der Halle zu verhindern, wurden erstmals vor der Halle Schweinswürst´l und Bier angeboten. Angesichts des kalten und feuchten Wetters wurde dies aber nur von wenigen Leuten angenommen.

Bei der ultimativen Faschingszug-Abschlussparty in der TSV-Halle herrschte eine hervorragende Stimmung. Der engagierte Disc-Jockey fand überwiegend die richtige Musik, um die frierenden Faschingszugteilnehmer zuerst wieder auf Temperatur und dann auf die Tanzfläche zu bringen. In der Bar, die von der Tennisabteilung mit Richard Heinzinger gemanagt wurde, drängten sich bald eine große Anzahl von durstigen Kehlen. Diesen konnte mehr oder weniger rasch geholfen werden. Um ca. 1:00 Uhr wurde zum Zapfenstreich für die 4 letzten verbliebenen Mohikaner geblasen.

Während die meisten schon beim Feiern waren, ging für etliche Mitglieder der Feuerwehr Moorenweis die Arbeit erst richtig los. Die Strassen mussten von Konfetti, leeren Hüpferflaschen und Glühweinbechern befreit werden. Unterstützt wurden sie von Rudi Keckeis mit seinem Kehrbesen. Auch das Lagerhaus der Raiffeisenbank Moorenweis stellte ein Kehrgerät. Unglücklicherweise musste ein Großteil der Feuerwehrmänner während des Aufräumens auch noch zu einem Verkehrsunfall eilen. Trotz dieser Tatsache waren die Straßen innerhalb kurzer Zeit, auch unter tatkräftiger Mithilfe vieler Anwohner, vom größten Unrat befreit.

Am 11. März  2006 hat der TSV Moorenweis in die TSV-Halle zu einem Filmabend eingeladen. Bei diesem konnten sich alle aktiv am Zug Beteiligten, alle Kassiere und Standbesatzungen sowie alle Interessierten bei Fassbier und Leberkäse noch einmal selbst begutachten.

2010

Am Faschingssonntag, den 14. Februar 2010 herrschte in der Gemeinde Moorenweis wieder der närrische Ausnahmezustand als der TSV Moorenweis unter dem Motto „200jähriges Jubiläum“ wieder einen Faschingszug veranstaltete. 4 Jahre waren seit dem letzten Zug vergangen.

Das Landsberger Tagblatt berichtet in seiner Ausgabe vom 12. Februar 2010 von einer „Ausgelassenen Stimmung bereits vor dem Umzug“ während das Brucker Tagblatt in seiner Überschrift von „Gruseligen Blutsaugern, schmutzigen Straßen und einem Rechenkunststück“ sprach.

Dem Faschingszugausschuss unter Leitung von Franz Seiler gehörten die Mitglieder Richard Klopfer, Josef Schäffler, Martin Seiler, Hans Sigl, Thomas Bachinger, Ulrich und Peter Vogt, Florian Popfinger, Christian Böck, Wolfgang Süßmeier, Thomas Schäffler und Helmuth Milisterfer an.

In Scheunen, Hallen und Garagen (aber auch nur im Freien wie der RBC) wurde intensiv gehämmert, geschraubt und gepinselt. Jeder wollte einen möglichst tollen Wagen oder eine Fußgruppe bzw. eine Einzelnummer mit einem Topthema beim Moorenweiser Faschingszug präsentieren. konnte sich am Faschingssonntag dann auch wirklich sehen lassen. Sämtliche Wägen waren mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Aber auch die Fußgruppen und Einzelnummern standen den Wägen in nichts nach. Mit einem in zahlreichen Arbeitsstunden wundervoll geschmückten, 24 m langen Sattelzug stieß die Turnergarde Moorenweis in eine neue Dimension bei den Fahrzeugen vor. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass sich beim Moorenweiser Faschingszug im Gegensatz zu anderen Umzügen die Anzahl der richtig großen Traktoren nicht weiter erhöht hat. Das Gegenteil war der Fall. Noch nie wurden die Wägen von so vielen Oldtimertraktoren gezogen wie 2010. Leider konnte auch heuer weder der Kindergarten noch die Schule in Moorenweis, wie bei nahezu allen Umzügen in der Umgebung üblich, zur Teilnahme animiert werden.

Insgesamt nahmen am Faschingszug 44 Nummern teil, die sich auf 24 Wägen oder Fahrzeuge, 12 Fußgruppen und 8 Einzelnummern verteilten. Nahezu 550 aktive Teilnehmer wurden gezählt.

Bei den Themen war eine bunte Palette vertreten. Diese reichte von Politik über Sport und Gesundheit bis hin zur Kultur und einigen Gemeindeinternas. Besonderes Aufsehen erregte im Vorfeld der Wagen des Burschenvereins aus Grunertshofen. Dieser hatte eine etwas korpulente Garde zum Thema. Als sich die Gerüchte immer mehr hochschaukelten, konnte der 1. Vorstand des TSV Moorenweis, Richard Klopfer in einem Lokaltermin mit Inaugenscheinnahme des Wagens die Gemüter wieder beruhigen. Leider konnten einige Vorschläge des Faschingszugsausschuss nicht umgesetzt werden. Beispielsweise fand sich keine Gruppe, die den „verschollenen“ Brief der Gemeinde zum Konjunkturpaket II als Thema aufgriff und entsprechend im Faschingszug umsetzte. Durch Mitteilen des beabsichtigten Themas an den Faschingszugausschuss konnte vermieden werden, dass bestimmte Themen wie zum Beispiel „Bauer sucht Frau“ oder „Schumacher-Comeback“ doppelt und dreifach vorhanden waren.

Die allseits bestehende Hoffnung auf sonniges Wetter wurde leider nicht erfüllt.

Am Veranstaltungstag herrschte ein eher trübes Wetter. Immerhin ließen die leichten Schneefälle gegen Mittag nach und es blieb trocken. Die Temperaturen bewegten sich zwischen – 4 und – 5 °C. Angesichts der chaotischen Schneeverhältnisse der Vorwochen, wollte sich der TSV Moorenweis aber im Nachhinein nicht beklagen. Der viele Schnee an den Strassenrändern stellte sich jedoch im Vorfeld schon als Problem heraus. Um Platz für die Zuschauer zu schaffen wurde am Freitag vor dem Zug von etlichen Helfern mit Unterstützung der Fahrzeuge der Fa. Josef Höflmeier, der Fa. Richard Metzger sowie Ludwig Bader der meiste Schnee aufgeladen und weggefahren.

Die Zugaufstellung erfolgte wieder nach vorheriger Nummernvergabe in der Römer- und Erlenstrasse. Dies hat sich wiederum sehr gut bewährt. Das Chaos bei der Einreihung der Wägen ist damit weggefallen.

Bereits vor Zugbeginn startete an einzelnen Ständen das Rahmenprogramm. Die Nachwuchs-garde und die Turnergarde Moorenweis traten auf. Die Band um den Steinbacher Thomas Groß mit dem kurzfristig festgelegten Namen „Schwache Blos´n“ sorgte beim Gasthof Schamberger bereits ab 13:15 Uhr mit gelungenem Sound und eigenen Texten für eine Superstimmung unter den Zuschauern. Die als Wilderer verkleidete Musikgruppe war eines der Highlights des Faschingszugs 2010.

Der Faschingszugausschuss des TSV Moorenweis hatte eine neue Zugstrecke beschlossen.

Um dem Druck bei der Säuberung der Kreisstrasse zu entgehen, führte der Faschingszug nicht mehr über das Teilstück auf der Fürstenfeldbrucker Strasse von der Sparkasse bis zur Einmündung der Ringstrasse. Erstmals in der 60-jährigen Geschichte des Moorenweiser Faschingszugs gab es damit keinen Gegenzug. Die Gefahr eines Unfalls war wegen der Enge in manchen Passagen und den immer größer werdenden Fahrzeugen einfach zu groß.

Pünktlich um 14 Uhr startete der Zug unter Führung des Zugsprechers, dem 2. Bürgermeister der Gemeinde Moorenweis Hubert Leib, bei der Einmündung der Pfalzstrasse in die Römerstrasse. Begleitet wurde der Zugsprecherwagen von Helmuth Milisterfer und Hans Sigl, die die Geschwindigkeit des Umzugs regelten.

Bereits beim Gasthof Schamberger standen unzählige begeisterte Zuschauer. Das gleiche Bild bot sich den Teilnehmern bei der Allianz, beim Schmankerl/Schindlmayr sowie beim Kriegerdenkmal und am Ende des Eichwegs. Nach dem Abbiegen ging es die gesamte Ringstrasse hinauf bis zum Gasthof Schamberger. Auf diesem Abschnitt waren die wenigsten Zuschauer an der Zugstrecke. Über den bereits bekannten Weg wurde hinaus zum Ende in die TSV-Halle gezogen. Auf dem Teilabschnitt Gasthof Schamberger, Post/Allianz, Kirche, Kriegerdenkmal und Eichweg war der Zug somit 2 mal zu sehen.

Bis auf die Versorgung einer Platzwunde wurde der Sanitätsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes –Bereitschaft Althegnenberg- erfreulicherweise zu keinem weiteren Einsatz gerufen. Der 12 Mann starken Mannschaft um Leiter Daniel Pröbstl gebührt besonderer Dank.

Die Versorgung der nahezu 4.000 Zuschauer mit Wiener und Krapfen sowie vor allem Glühwein und diversen Spirituosen (Bier war eher nur etwas für die ganz Hartgesottenen) erfolgte an den 7 Verkaufsständen. Diese wurden von Christian Böck und Josef Schäffler vor und während des Zuges mit den jeweils benötigten Speisen und Getränken bedient. Die Standbesatzungen gaben beim Verkauf alles. Immer wieder gingen sie mit Tabletts unter die Zuschauer, um ja keinen Wunsch unerfüllt zu lassen.

Für die Entsorgung der genossenen Getränke waren 2 Klowägen aufgestellt, die von den Zuschauern auch recht gut angenommen wurden.

Der Zug endete an der TSV-Halle. Um das Gedränge in der Halle etwas abzuschwächen, wurde vor der Halle ein Weißbierwagen aufgestellt. Angesichts des kalten Wetters wurde dieser aber nur von wenigen Leuten angenommen.

Bei der ultimativen Faschingszug-Abschlussparty in der TSV-Halle herrschte eine hervorragende Stimmung. Der engagierte Disc-Jockey fand überwiegend die richtige Musik, um die frierenden Faschingszugteilnehmer zuerst wieder auf Temperatur und dann auf die Bänke und Tische zu bringen. In der Bar, die von Thomas Schäffler, Florian Popfinger, Thomas Bachinger und einigen Fußballern gemanagt wurde, drängte sich bald eine große Anzahl von durstigen Kehlen.

Zahlreichen Mitglieder der Feuerwehr Moorenweis, unterstützt von Rudi Keckeis mit seinem Kehrbesen und dem Lagerhaus der Raiffeisenbank Moorenweis mit einem Kehrgerät gelang es ziemlich schnell die Strassen wieder zu säubern. Dadurch, dass heuer erstmals kein Konfetti geworfen wurde, reduzierte sich die Aufräumzeit deutlich.

Am 06. März 2010 hatte der TSV Moorenweis in die TSV-Halle zu einem Filmabend eingeladen. Es wurden Filme von Hans Spöttl, Wolfgang Süßmeier, Ulrich Vogt und Norbert Schwarz gezeigt. Alle aktiv am Zug Beteiligten, alle Kassiere und Standbesatzungen sowie alle Interessierten konnten sich bei Fassbier und Leberkäse noch einmal selbst begutachten.

2014

- Moorenweis erlebt Faschingszug in einer neuen Dimension-

So lautete die Überschrift in der Ausgabe des Fürstenfeldbrucker Tagblatts für den am Faschingssonntag, den 3. März 2014 in der Gemeinde Moorenweis veranstal-teten Faschingszug.

Der unter Leitung von Franz Seiler ins Leben gerufene Faschingszugausschuss mit den Mitgliedern Richard Klopfer, Josef Schäffler, Martin Seiler, Hans Sigl, Thomas Bachinger, Ulrich und Peter Vogt, Florian Popfinger, Christian Böck, Wolfgang Süßmeier, Thomas Schäffler und Helmuth Milisterfer hatte in unzähligen Treffen die Weichen für eine erfolgreiche Veranstaltung gestellt. Vor allem die Vorgaben von behördlicher Seite bereiteten das ein oder andere Problem.

Bereits Wochen vorher wurde innerhalb der Gemeinde Moorenweis, aber auch den umliegenden Ortsteilen Dünzelbach, Steinbach und Römertshofen, sowie in Adelshofen, Nassenhausen, Luttenwang und Jesenwang in Scheunen, Hallen und Garagen (aber auch nur im Freien wie der RBC) intensiv gehämmert, geschraubt und gepinselt. Jeder wollte einen möglichst tollen Wagen oder eine Fußgruppe bzw. eine Einzelnummer mit einem Topthema beim Moorenweiser Faschingszug präsentieren. Das Ergebnis konnte sich am Faschingssonntag dann auch wirklich sehen lassen. Sämtliche Wägen waren mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Aber auch die Fußgruppen und Einzelnummern standen den Wägen in nichts nach.

Insgesamt nahmen am Faschingszug 51 Nummern teil, die sich auf 15 Wägen, 33 Fußgruppen, teilweise mit Fahrzeugen und 3 Einzelnummern verteilten. Nahezu 630 aktive Teilnehmer wurden gezählt. Damit wurde heuer eine Dimension erreicht, die es vorher noch bei keinem Faschingszug in Moorenweis gab. Dass es heuer 8 Wägen weniger waren als im Jahr 2010 hat nur teilweise mit den Auflagen des Landratsamts zu tun. Es wären in der Gemeinde beispielsweise bei Franz Keller oder bei Bürgermeister Josef Schäffler durchaus noch Wägen, die über die erforderliche Betriebserlaubnis verfügen, vorhanden gewesen. Beim Bau der Wägen war ebenfalls ein Wandel zu verzeichnen. Nahezu keiner verkleidet seinen Wagen noch mit Kartons. Es werden komplexe und aufwendige (und vermutlich nicht ganz billige) Holzverkleidungen angebracht. Die so gestalteten Wagen fahren dann aber auch bei mehreren Umzügen z. B. in Untermühlhausen oder Mammendorf mit.

Bei den Themen war eine bunte Palette vertreten. Diese reichte von Politik über Sport und Gesundheit bis hin zur Kultur und einigen Gemeindeinternas. Durch Mitteilen des beabsichtigten Themas an Josef Schäffler oder Franz Seiler vom Faschingszugausschuss sollte vermieden werden, dass bestimmte Themen doppelt und dreifach vorhanden waren. Dies klappte jedoch nur bedingt. Das Thema „Table-Dance-Bar“ in der Fürstenfeldbrucker Hasenheide wurde von 3 Wägen aufgegriffen und auch toll umgesetzt. An der liebevollen Umsetzung der Themen bei den Fußgruppen war abzulesen, dass die Leute heiß auf den heurigen Faschingszug waren. Dass man auch ohne Wagen eine tolle Nummer machen kann, bewies der Burschenverein Moorenweis mit seinem vergrößerten Augustiner Bierkasten. Auch die Starlight-Express-Kostüme der Mädchen auf Rollschuhen um Theresa Süßmeier zeugten von etlichen Stunden Arbeit. Besonders erfreulich war heuer die Teilnahme des Elternbeirats des Kindergarten Moorenweis, der sich mit dem Thema ADAC beschäftigt hatte und die kleinsten Zugteilnehmer auf Bobby-Cars mitfahren ließ. Auch die Gruppe mit den Lego-Steinen aus Dünzelbach leistete in den aufwendig gebastelten Kostümen wirklich Außergewöhnliches.

Nach den teilweise frühlingshaften Temperaturen bei der Vorbereitung wurde die allseits bestehende Hoffnung auf sonniges Wetter leider nicht erfüllt. Am Veranstaltungstag herrschte ein eher trübes Wetter. Immerhin ließen die Regenschauer am späten Vormittag nach und es blieb trocken. Die Temperaturen bewegten sich um die + 5 °C.

Die Zugaufstellung erfolgte wieder nach vorheriger Nummernvergabe in der Römer- und Erlenstrasse. Dies hat sich wiederum sehr gut bewährt. Das Chaos bei der Einreihung der Wägen ist damit weggefallen.

Bereits vor Zugbeginn startete an einzelnen Ständen das Rahmenprogramm. Die Turnergarde Moorenweis sowie die Band um den Steinbacher Thomas Groß mit dem Namen „Schwache Blos´n“ sorgten beim Gasthof Schamberger, bei der Kirche und beim Kriegerdenkmal bereits ab 13:00 Uhr mit ihren Auftritten für eine Superstimmung unter den Zuschauern.

Die im Jahr 2010 erstmals festgelegte Zugstrecke hat sich ebenfalls bewährt. Einen Gegenzug gab es damit erneut nicht.

Pünktlich um 14 Uhr startete der Zug unter Führung des Zugsprechers, dem 2. Bürgermeister der Gemeinde Moorenweis Hubert Leib, bei der Einmündung der Pfalzstrasse in die Römerstrasse. Begleitet wurde der Zugsprecherwagen von Helmuth Milisterfer der die Geschwindigkeit des Umzugs regelte, sowie etlichen Mitgliedern des Faschingszug-ausschusses, die die Zugaufsicht hatten.

Bereits beim Gasthof Schamberger standen unzählige begeisterte Zuschauer. Das gleiche Bild bot sich den Teilnehmern bei der Allianz, beim Schmankerl/Schindlmayr sowie beim Kriegerdenkmal und am Ende des Eichwegs. Nach dem Abbiegen ging es die gesamte Ringstrasse hinauf bis zum Gasthof Schamberger. Hier erfolgte auch der unmittelbare Anschluss der Zugspitze an den letzten Wagen der Zugaufstellung. Zugsprecher Hubert Leib begrüßte hier zusammen mit dem 1. Vorstand des TSV Moorenweis Richard Klopfer alle Zugteilnehmer. Über den bereits bekannten Weg wurde hinaus zum Ende des Zuges bei der TSV-Halle gezogen. Auf dem Teilabschnitt Gasthof Schamberger, Post/Allianz, Kirche, Kriegerdenkmal und Eichweg war der Zug somit 2mal zu sehen.

Bis auf die Versorgung einer Kreislaufschwäche wurde der Sanitätsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes –Bereitschaft Althegnenberg- erfreulicherweise zu keinem weiteren Einsatz gerufen. Der 12 Mann starken Mannschaft um Leiter Daniel Pröbstl gebührte besonderer Dank.

Die Versorgung der nahezu 5.000 Zuschauer mit Wiener, Bratwürsten, Leberkässemmeln und Krapfen sowie mit Bier und diversen Spirituosen erfolgte an den 7 Verkaufsständen. Diese wurden von Christian Böck und Josef Schäffler mit unermüdlichem Einsatz vor und während des Zuges mit den jeweils benötigten Speisen und Getränken bedient. Die Standbesatzungen gaben beim Verkauf alles. Immer wieder gingen sie mit Tabletts unter die Zuschauer, um ja keinen Wunsch unerfüllt zu lassen. Allerdings ging bei vielen Ständen gegen Ende des Umzugs nahezu alles aus.

Für die Entsorgung der genossenen Getränke waren 2 Klowägen und zahlreiche Dixie-Klos aufgestellt, die von den Zuschauern auch recht gut angenommen wurden.

Der Zug endete an der TSV-Halle. Um das Gedränge in der Halle etwas abzuschwächen, wurde vor der Halle ein zusätzlicher Verkaufsstand aufgestellt. Es war hier eigentlich vorgesehen, die an den 7 Verkaufsständen an der Zugstrecke übrig gebliebenen Speisen und Getränke anzubieten. Da jedoch von den Ständen fast nichts zurückkam, blieben leider viele Zugteilnehmer hungrig.

Bei der ultimativen Faschingszug-Abschlussparty in der TSV-Halle herrschte eine hervorragende Stimmung. Der engagierte Disc-Jockey fand überwiegend die richtige Musik, um die sich in bester Stimmung befindenden Faschingszugteilnehmer noch weiter auf Temperatur und dann auf die Bänke und Tische zu bringen. In der Bar, die von Thomas Schäffler, Florian Popfinger, Thomas Bachinger und einigen fleißigen Helfern gemanagt wurde, drängte sich bald eine große Anzahl von durstigen Kehlen. Diesen konnte mehr oder weniger rasch geholfen werden. Um ca. 1:30 Uhr wurde zum Zapfenstreich für die letzten verbliebenen Mohikaner geblasen.

Während die meisten schon beim Feiern waren, ging für zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Moorenweis die Arbeit erst richtig los. Die Straßen mussten von den Überresten des Faschingszugs befreit werden. Unterstützt wurden sie von Rudi Keckeis mit seinem Kehrbesen. Auch das Lagerhaus der Raiffeisenbank Moorenweis stellte ein Kehrgerät. Dadurch, dass heuer erneut kein Konfetti geworfen wurde, reduzierte sich die Aufräumzeit deutlich.

Das Brucker Tagblatt berichtete unter der Überschrift „Wagenweise hintergründige Gaudi in Moorenweis“ während die Süddeutsche Zeitung mit „Rotmilan und Nachtlokal; Moorenweiser Faschingszug befasst sich mit lokalen Themen“ aufmachte. Alle Artikel (auch der im Landsberger Tagblatt) berichteten von der guten und ausgelassenen Stimmung an der Zugstrecke.

Um den aktiven Zugteilnehmern, den Kassierern, den Standbesatzungen und den sonstigen Offiziellen Gelegenheit zu geben die Wägen und Fußgruppen zu begutachten, wurde am Freitag, den 04. April 2014 um 19:00 Uhr in der TSV-Halle ein Filmabend veranstaltet. Es wurden Privatvideos von Ulrich Vogt, Hans Spöttl und Wolfgang Süßmeier vorgeführt. Die Filme zeigten den gesamten Faschingszug aus verschiedenen Kamerapositionen und enthielten auch Ausschnitte von der Zugaufstellung und dem Ausklang in der TSV-Halle.

Um allen Besuchern eine gute Sicht zu gewährleisten, wurde eine Großbildleinwand aufgebaut. Für das leibliche Wohl war mit Fassbier und Leberkäs gesorgt.

2017

Der für 2017 geplante Faschingszug musste nach dem unerwarteten wie tragischen Tod des 1. TSV-Vorstands Wolfgang Vogt abgesagt werden.

2018

Faschingszug des TSV Moorenweis 2018

-Moorenweis erlebt wieder Faschingszug mit vielen Teilnehmern-

Am Faschingssonntag, den 11. Februar 2018 herrschte in der Gemeinde Moorenweis wieder der närrische Ausnahmezustand. Der TSV Moorenweis veranstaltete nach 4 Jahren wieder einen Faschingszug.

Der unter Leitung von Franz Seiler ins Leben gerufene Faschingszugausschuss mit den Mitgliedern Thomas Tauscher, Richard Klopfer, Martin Seiler, Hans Sigl, Alex Wybiral, Ulrich und Peter Vogt, Florian Popfinger, Christian Böck, Wolfgang Süßmeier und Thomas Schäffler hatte in unzähligen Treffen die Weichen für eine erfolgreiche Veranstaltung gestellt.

Bereits Wochen vorher wurde innerhalb der Gemeinde Moorenweis, aber auch den umliegenden Ortsteilen Steinbach und Römertshofen, sowie in Adelshofen, Luttenwang, Mammendorf, Puch und Jesenwang in Scheunen, Hallen und Garagen intensiv gehämmert, geschraubt und gepinselt. Auch Teilnehmer aus Walleshausen, Heinrichshofen und Hausen waren vertreten. Jeder wollte einen möglichst tollen Wagen oder eine Fußgruppe bzw. eine Einzelnummer mit einem Topthema beim Moorenweiser Faschingszug präsentieren. Das Ergebnis konnte sich am Faschingssonntag dann auch wirklich sehen lassen. Sämtliche Wägen waren mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Aber auch die Fußgruppen und Einzelnummern standen den Wägen in nichts nach.

Insgesamt nahmen am Faschingszug 44 Nummern teil, die sich auf 13 Wägen, 28 Fußgruppen -teilweise mit Fahrzeugen- und 3 Einzelnummern verteilten. Die 51 Nummern aus dem Jahr 2014 wurden somit nicht ganz erreicht. Es fehlten auch die 3 eigentlich angemeldeten Teilnehmer aus Dünzelbach. Jedoch war eine Steigerung der aktiven Teilnehmer zu verzeichnen. 2014 waren es 630 Teilnehmer, 2018 wurden 770 Teilnehmer gezählt.

Dass bei der Anzahl der Wägen in den letzten Jahren eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen ist, hat nach Ansicht des Veranstalters nichts mit den Auflagen des Landratsamts zu tun, sondern mehr mit der Tatsache, dass der Bau eines Wagens viel zeitlichen und finanziellen Aufwand erfordert. Es werden komplexe und aufwendige (und vermutlich nicht ganz billige) Holzverkleidungen angebracht. Das Ergebnis war wirklich toll. Alle großen Wägen waren mit viel Liebe zum Detail gestaltet, wobei der Wagen des Moorenweiser Burschenvereins in Bezug auf Bemalung noch einmal herausragte. Die so aufgebauten Wägen fahren dann aber auch bei mehreren Umzügen z. B. in Untermühlhausen oder Mammendorf mit. Ausnahmen bei den Wägen bzw. Fahrzeugen waren die Nummern „Star Wars“ von Reiner Keckeis und die „freilaufenden Hühner“ von Martin Niedermeir, die nur für den Moorenweiser Umzug viele Stunden, aber auch Kosten auf sich genommen haben.

Bei den Themen war eine bunte Palette vertreten. Diese reichte von Politik über Sport und Gesundheit bis hin zur Kultur und einigen Gemeindeinternas. Aber auch „neutrale“ Themen wie „Ice Age“, „Muppet Show“, „Biene Maja“ usw. wurden gezeigt. Durch Mitteilen des beabsichtigten Themas an Franz Seiler vom Faschingszugausschuss sollte vermieden werden, dass bestimmte Themen doppelt und dreifach vorhanden waren. Dies klappte heuer sehr gut. An der liebevollen Umsetzung der Themen bei den Fußgruppen war abzulesen, dass die Leute heiß auf den heurigen Faschingszug waren.

Dass man auch ohne Wagen eine tolle Nummer machen kann, bewies die Gruppe Scheidl mit ihrer „Moaorawing Airline“, die City Girls um Caro Wybiral mit „Alice im Wunderland“ und die Familie Pittrich mit Freunden, die für Moorenweis eine Untertunnelung vorschlugen. Aber auch bei allen nicht extra hier aufgeführten Teilnehmern war festzustellen, dass bei der Themenauswahl und der einzelnen Gestaltung große Kreativität vorhanden war.

Die beiden Musikgruppen Blaskapelle Walleshausen und Old Man Group aus Heinrichshofen stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass tolle Faschingsmusik nicht unbedingt aus übergroßen Boxenanlagen kommen muss.

Im Gegensatz zu 2014 war heuer die Schule und der Kindergarten Moorenweis leider nicht vertreten.

Nach den teilweise frühlingshaften Temperaturen bei der Vorbereitung wurde die allseits bestehende Hoffnung auf sonniges Wetter leider nicht erfüllt. Am Veranstaltungstag herrschte am Vormittag noch ein eher trübes Wetter, das dann aber beim Umzug immer wieder in ekelhafte nasse Schneeschauer überging. Die Temperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt.

Die Zugaufstellung erfolgte wieder nach vorheriger Nummernvergabe in der Römer- und Erlenstrasse. Dies hat sich wiederum sehr gut bewährt.

Bereits vor Zugbeginn startete an einzelnen Verkaufsständen das Rahmenprogramm. Die Turnergarde Moorenweis, die „Line Dance Group“ um Monika Ertel sowie die Blaskapelle Walleshausen sorgten beim Gasthof Schamberger, bei der Kirche und beim Kriegerdenkmal bereits ab 13:00 Uhr mit ihren Auftritten für eine Superstimmung unter den Zuschauern.

Die im Jahr 2010 erstmals festgelegte Zugstrecke hat sich bewährt. Einen Gegenzug gab es damit erneut nicht.

Pünktlich um 14 Uhr startete der Zug unter Führung des Zugsprechers, dem 3. Bürgermeister der Gemeinde Moorenweis Hubert Leib, bei der Einmündung der Pfalzstrasse in die Römerstrasse. Begleitet wurde der Zugsprecherwagen von Hans Sigl und Uli Vogt. die die Geschwindigkeit des Umzugs regelten, sowie etlichen Mitgliedern des Faschingszugausschusses, die die Zugaufsicht hatten.

Bereits beim Gasthof Schamberger standen unzählige begeisterte Zuschauer. Das gleiche Bild bot sich den Teilnehmern bei der sog. „Dellingerkreuzung“, beim Schindlmayr sowie beim Kriegerdenkmal und am Ende des Eichwegs. Nach dem Abbiegen ging es die gesamte Ringstrasse hinauf bis zum Gasthof Schamberger. Hier erfolgte auch der unmittelbare Anschluss der Zugspitze an den letzten Wagen der Zugaufstellung. Zugsprecher Hubert Leib begrüßte alle Zugteilnehmer. Über den bereits bekannten Weg wurde hinaus zum Ende des Zuges bei der TSV-Halle gezogen. Auf dem Teilabschnitt Gasthof Schamberger, „Dellingerkreuzung“, Kirche, Kriegerdenkmal und Eichweg war der Zug somit 2mal zu sehen.

Bis auf die Versorgung einer Fußverstauchung wurde der Sanitätsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes –Bereitschaft Althegnenberg- erfreulicherweise zu keinem weiteren Einsatz gerufen. Der Mannschaft um Leiter Daniel Pröbstl gebührt besonderer Dank.

Die Versorgung der nahezu 4.500 Zuschauer mit Wiener, Bratwürsten, und Krapfen sowie mit Bier und diversen Spirituosen erfolgte an den 6 Verkaufsständen. Diese wurden von Christian Böck mit unermüdlichem Einsatz vor und während des Zuges mit den jeweils benötigten Speisen und Getränken bedient. Die Standbesatzungen gaben beim Verkauf alles. Immer wieder gingen sie mit Tabletts unter die Zuschauer, um ja keinen Wunsch unerfüllt zu lassen.

Für die Entsorgung der genossenen Getränke waren 2 Klowägen und zahlreiche Dixie-Klos aufgestellt, die von den Zuschauern auch recht gut angenommen wurden.

Während die meisten schon beim Feiern waren, ging für zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Moorenweis die Arbeit erst richtig los. Die Strassen mussten von den Überresten des Faschingszugs befreit werden. Unterstützt wurden sie von einem Kehrgerät des Lagerhauses der Raiffeisenbank Moorenweis. Hierfür, aber auch für die Unterstützung bei der Organisation der Umleitungen wie auch für die super Mitarbeit bei der Zugbegleitung bedankt sich der TSV Moorenweis bei Kommandant Christoph Gasteiger und allen mithelfenden Feuerwehrlern recht herzlich.

Bei der ultimativen Faschingszug-Abschlussparty in der TSV-Halle herrschte eine hervorragende Stimmung. Der engagierte Disc-Jockey fand überwiegend die richtige Musik, um die sich in bester Stimmung befindenden Faschingszugteilnehmer noch weiter auf Temperatur und dann auf die Bänke und Tische zu bringen.

Erstmals wurde vor der TSV-Halle ein Apres-Ski-Schirm für ca. 100 Personen aufgestellt. Damit sollte das Gedränge in der Bar der TSV-Halle vermieden werden. Der Apres-Ski-Schirm erwies sich als der Renner. Die Personen hinter der Bar des Schirms mussten Schwerarbeit leisten, um dem Ansturm gerecht zu werden. Uli und Annette Leib, Roland Hetz, Josef Knoller, Andy Otter, Georg Büger jun. und David Hering hatten mit dem großen Ansturm an durstigen Kehlen mächtig zu tun. Diesem konnte mehr oder weniger rasch geholfen werden. Um ca. 2:30 Uhr wurde zum Zapfenstreich für die letzten verbliebenen Mohikaner geblasen.

Für alle aktiven Zugteilnehmer, die Kassiere, die Standbesatzungen und die sonstigen Offiziellen, die während der Veranstaltung nahezu keinerlei Gelegenheit hatten, die Wägen und Fußgruppen zu begutachten, veranstaltete der TSV Moorenweis am Freitag, den 09. März 2018 in der TSV-Halle einen Filmabend.

Diese kurze Chronik soll einen Überblick über die bisherigen Faschingszugaktivitäten in der Gemeinde Moorenweis geben. Ulrich Vogt hat die Chronik von seinem Vater übernommen und wird sie auch in der Zukunft weiterführen. Wer also von den bisherigen Faschingszügen schöne Fotos hat, möchte sich bitte bei Ulrich Vogt (Tel. 08146/1641) melden, damit die Chronik auch aktuell weitergeführt werden kann.

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